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STROMLIEFERMODELL: SOLARSTROM VOM DACH ZUM MIETER

Solarstrom vom Dach ist deutlich günstiger als Strom vom Energieversorger. Bislang haben jedoch meist nur Gebäudeeigentümer diese Möglichkeit genutzt. Künftig können vermehrt auch Mieter in den Genuss des preiswerten Ökostroms kommen. Bei solaren Mieterstrommodellen verpachtet der Gebäudeeigentümer sein Dach an ein Unternehmen, eine Energiegenossenschaft oder ein Stadtwerk, das dort eine Photovoltaikanlage errichtet und betreibt. Der vor Ort mit der Solaranlage erzeugte Strom verbleibt im Gebäude und ist daher von Netzentgelten und der Stromsteuer befreit. Der Stromanbieter schnürt ein Paket aus Direktlieferung von Solarstrom, Abnahme der Überschüsse und Lieferung des Reststroms und bietet das Ganze rund 10 Prozent günstiger an als Stromversorger mit normalen Stromtarifen.

Für die anbietenden Unternehmen lohnt es sich: Die Stromgestehungskosten bei kleinen und mittelgroßen Anlagen liegen derzeit zwischen 11 und 13 Cent pro produzierter kWh. Zuzüglich der EEG-Umlage für Anlagen über 10 Kilowatt installierter Leistung sowie Verwaltungs- und Finanzierungskosten bleiben bei einem Verkaufspreis von 22 Cent rund 2 bis 3 Cent Gewinn pro kWh übrig.

Vor allem aber bringt Mieterstrom den Gebäudeeigentümern bares Geld. Das ist für diejenigen interessant, die keine eigene Photovoltaikanlage kaufen wollen und auch keine Anlage von Dritten auf ihrem eigenen Dach pachten wollen. Die Eigentümer erhalten eine monatliche oder jährliche Pacht. Sie können die Anlage zwar auch selbst errichten und den Strom an ihre Mieter verkaufen. Dann erhöht sich ihr Gewinn, aber auch der Aufwand bei Anmeldungen und Abrechnungen. Das übernehmen auf Energiedienstleistungen spezialisierte Experten mit entsprechendem Know-how wie Techem, Naturstrom oder EnBW, die sich einen Teil des Verkaufsgewinns aus der Direktstromlieferung abzweigen.

 

 

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