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Photovoltaik-Netzwerke legen los

Auftakt für die zwölf regionalen Sonnenstrom-Initiativen in Baden-Württemberg

Die zwölf Photovoltaik-Netzwerke und die dazugehörigen Landkreise. Grafik: Solar Cluster

Regionale Photovoltaik-Netzwerke sollen in Baden-Württemberg für neuen Schwung beim Solarstromausbau vor Ort sorgen. Im Herbst 2018 haben nun alle zwölf Netzwerke ihre Arbeit aufgenommen. Am 12. Oktober fand dazu die offizielle Auftaktveranstaltung in Stuttgart statt: Die Experten der jeweiligen Netzwerke präsentierten ihre Vorhaben und Ideen, durch individuelle Beratung vor Ort für mehr Solarstrom im Südwesten zu sorgen. Das Solar Cluster Baden-Württemberg und die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg koordinieren den fachlichen Austausch sowie die Vernetzung untereinander und unterstützen die Solarnetzwerke mit Materialien. Die Photovoltaik-Netzwerke sind eine von acht Maßnahmen der Solaroffensive des Landes Baden-Württemberg. Die Förderung läuft drei Jahre und hat ein Volumen von insgesamt 3,5 Millionen Euro.

Zur Internetseite der Photovoltaik-Netzwerke: www.photovoltaik-bw.de .

Die Initiativen haben sich in den vergangenen Monaten im gesamten Südwesten gegründet. Pro Regionalverband gibt es ein Photovoltaik-Netzwerk: In Rhein-Neckar, Heilbronn-Franken, Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Region Stuttgart, Ostwürttemberg, Südlicher Oberrhein, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Neckar-Alb, Donau-Iller, Bodensee-Oberschwaben und Hochrhein-Bodensee. Ziel ist, den Photovoltaikausbau in Baden-Württemberg zu beschleunigen. Durch Informationen und Beratungen von beispielsweise Hauseigentümern und Unternehmen sollen Hemmnisse überwunden werden, die die Installation von Solaranlagen erschweren.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert die lokalen Akteure mit ihren Aktivitäten direkt. Damit gute Beispiele schnell Nachahmung finden und das Rad nicht zwölf Mal neu erfunden werden muss, werden die Aktivitäten durch Solar Cluster und KEA koordiniert. Im Zentrum der Hilfestellungen stehen speziell auf die einzelnen Netzwerke und ihre Zielgruppen zugeschnittene Internetseiten, eine zentrale Portalseite mit Informationen, der Aufbau eines Experten-Pool für Fachfragen und Vorträge sowie Dossiers, Flyer und Leitfäden mit Informationen. Hinzu kommen die Unterstützung bei der Pressearbeit, ein Online-PV-Rechner und FAQ. Zudem werden die Netzwerke bei der Energiewendekampagne der Landesregierung prominent vertreten sein.

Information verstärken, Hemmnisse abbauen

Es gibt viele Gründe, warum der Ausbau der Photovoltaik in den letzten Jahren ins Stocken geraten ist. Zu ihnen gehören unter anderem mangelnde Information und hartnäckige Vorbehalte. Die Folge: Wie auf Bundesebene werden auch in Baden-Württemberg die Klimaschutzziele nicht erreicht. Eine wichtige Aufgabe der Netzwerke soll aus diesem Grund die Informationsvermittlung sein, da die technischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklungen oft nicht bekannt sind. Die zentrale Botschaft der Netzwerke ist: Photovoltaik lohnt sich – ökonomisch und ökologisch. Eine weitere Aufgabe ist die Motivation der Endverbraucher und Firmen.

Für den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen den Netzwerken gibt es ein Bündel an Maßnahmen. Sehr wichtig ist der direkte, persönliche Austausch der über 30 Experten, die sich unter anderem aus den regionalen Energieagenturen zusammensetzen. Daher wird es mindestens zwei überregionale Vernetzungstreffen pro Jahr geben, bei denen die Beteiligten über Erfolge, Schwierigkeiten und Lösungsansätze berichten. Zudem werden sich die Akteure bei Fachworkshops und Veranstaltungen wie dem Solarbranchentag Baden-Württemberg treffen und miteinander im Gespräch bleiben.

Die Homepage des Projekts wird neben der Ansprache von Interessierten auch als digitale Austauschplattform eine wichtige Rolle einnehmen. Zum einen können sich die Netzwerke über Themen und alle Veranstaltungstermine der anderen Regionen informieren, um daran mitzuwirken. Zum anderen werden in einem geschützten internen Bereich Informationsmaterial, Vorträge und Vorlagen ausgetauscht.