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Das Solarenergiepotenzial besser für den Klimaschutz nutzen

4. Solarbranchentag Baden-Württemberg am 20. November in Stuttgart.

Foto: Solar Cluster

Klimagipfel in Bonn, Jamaika-Sondierungen in Berlin und aktuelle Studien über die knapper werdende Zeit im Kampf gegen den globalen Temperaturanstieg: Der Klimaschutz steht hierzulande derzeit ganz oben auf der Tagesordnung. Welchen Beitrag die immer günstigere Solarenergie für eine umweltfreundliche Energieversorgung in Deutschland leisten kann, darüber diskutieren Experten am 20. November auf dem Solarbranchentag Baden-Württemberg in Stuttgart. Die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg veranstaltet zusammen mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg bereits den vierten Kongress dieser Reihe. Sprechen werden Vertreter des Umweltministeriums sowie Fachleute aus Verbänden, Unternehmen und Kommunen. Hinzu kommt ein Bericht zum aktuellen Stand der Gespräche über eine neue Bundesregierung in Berlin.

Aus dem Pariser Klimaabkommen folgt: Neben der Stromerzeugung müssen auch die Sektoren Wärme und Verkehr bis spätestens 2050 vollständig CO2 -frei sein, um die Erwärmung der Erde auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Der dafür notwendige Ausbau der Stromerzeugung aus regenerativen Energien erfordert einen hohen Anteil Photovoltaik. Die Kosten für die Technologie sind inzwischen drastisch gesunken: Solarstrom erzielt im Kraftwerksmaßstab in Deutschland inzwischen Preise von unter fünf Cent pro Kilowattstunde, wie die Bundesnetzagentur jüngst bekannt gab. Wie kann man dieses Potenzial besser für den Klimaschutz nutzen? Darum wird es auf dem Solarbranchentag gehen.

Das Programm besteht aus zehn Vorträgen und teilt sich in zwei Blöcke: Vormittags liegt der Fokus auf der Zukunft der Energiewende und der Solarenergie in der Bundesrepublik, nachmittags setzen sich die Referenten mit den Aufgaben und Chancen für die Kommunen auseinander. Parallel präsentieren innovative Firmen der Solarbranche ihre technischen Neuentwicklungen und Dienstleistungen. Der Solarbranchentag findet im Bildungszentrum Hospitalhof in Stuttgart statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro. Für Mitglieder des Solar Clusters gilt ein ermäßigter Eintrittspreis von 60 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldung im Internet unter www.solarcluster-bw.de/de/page-map/veranstaltungen/solarbranchentag/.

Der Solarmarkt wächst wieder, das Wachstum reicht jedoch nicht aus

Der deutsche Solarmarkt befindet sich wieder auf Wachstumskurs. 2017 wurde in den ersten drei Quartalen 69 Prozent mehr Photovoltaik-Leistung errichtet als im Vorjahreszeitraum. Die gesunkenen Anschaffungskosten führen dazu, dass die Nachfrage nach Solarstromanlagen insbesondere bei mittelständischen Unternehmen in den letzten Monaten stark zugenommen hat. Aber auch ein Drittel mehr Eigenheimbesitzer setzten auf die Kraft der Sonne. Das Solar Cluster verweist zudem auf Photovoltaik als attraktive Kapitalanlage: „Inzwischen sind mit Photovoltaikanlagen jährliche Renditen von über sechs Prozent möglich“, so Geschäftsführer Carsten Tschamber. Allerdings verläuft der Ausbau der Solarenergie zu langsam, um den wachsenden Ökoenergiebedarf im Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor zu decken und die Klimaziele zu erreichen. Aus diesem Grund richten sich nun alle Augen auf die nächste Bundesregierung: Schafft sie es, das Tempo zu beschleunigen und die Investitionsbarrieren für die klimafreundliche Eigen- und Quartiersversorgung zu beseitigen?

Das Vormittagsprogramm thematisiert die bundes- und landespolitischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Solarsektors. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller stellt die politischen Steuerungselemente vor. Über die Trendwende in der deutschen Solarbranche berichtet Joachim Goldbeck, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft. Heiko Schwarzburger, Chefredakteur der Zeitschrift Photovoltaik, erläutert, was die Bürger von der neuen Regierung in Berlin in Bezug auf die Energiewende zu erwarten haben.

Die Energiewende als Aufgabe und Chance für die Kommunen

Am Nachmittag blicken die Referenten auf die Kommunen. Fabian Torns, stellvertretender Direktor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, spricht über Regionalplanung, Energiewende und den Ausbau der Solarenergie. Andreas Reinhardt von der Stadtwerke Radolfzell präsentiert ein erfolgreiches Praxisbeispiel eines Solarenergiedorfs: In Liggeringen führte die Flächenakquise zum Erfolg. Und schließlich berichtet Malte Thoma vom Umweltschutzamt der Stadt Freiburg von den Erfahrungen aus einem Jahr Photovoltaik-Kampagne in der südlichsten deutschen Großstadt.

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